Depression Tag

Interview mit Dr. Andreas Böger, Chefarzt für Schmerzmedizin, Manuelle Therapie und Naturheilverfahren in der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel 

Am 3. Juni ist der Aktionstag gegen den Schmerz – ein Tag, der inmitten der vielen Gesundheitskampagnen fast leise daherkommt. Dabei betrifft er Millionen. Denn Schmerz ist nicht immer sichtbar, nicht immer verständlich – und oft tabuisiert. Menschen mit Migräne kämpfen nicht nur mit körperlichen Qualen, sondern häufig auch mit dem Unverständnis ihres Umfelds.

„Das bisschen Kopfweh“ – dieser Satz ist für viele Betroffene eine doppelte Belastung. Denn wer unter Migräne leidet, erlebt mehr als Kopfschmerzen: Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Ausfälle im Alltag, soziale Isolation. Und oft kommt noch etwas dazu, das man nicht sofort sieht: Depressionen. Im Gespräch mit Dr. Andreas Böger, Chefarzt für Schmerzmedizin, Manuelle Therapie und Naturheilverfahren in der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel (OKK), wird klar: Migräne und Depression treten häufig gemeinsam auf – und beeinflussen einander. Wie diese beiden unsichtbaren Krankheiten zusammenhängen, warum frühzeitige Hilfe entscheidend ist und was Betroffene wissen sollten, darum geht es in unserem heutigen Beitrag.

Es geht um mehr als bloß um Aufmerksamkeit, sagt Prof. Dr. Michael Franz, Ärztlicher Direktor am Vitos Klinikum Gießen-Marburg, im Interview

Es sorgt für Schmerzen, Narben und Unverständnis im sozialen Umfeld – trotzdem gibt es Menschen, die sich regelmäßig selbst verletzen. Sie schneiden sich, kratzen ihre Hautoberfläche auf oder fügen sich absichtlich Verbrennungen zu. Studien zufolge probieren es 20 bis 30 Prozent der 14- bis 17-Jährigen ein- bis zweimal aus. Die meisten hören wieder damit auf, manche aber nicht. Mehr noch: Bei ihnen werden die Selbstverletzungen oft stärker. Wie es dazu kommt, weiß Prof. Dr. Michael Franz, Ärztlicher Direktor am Vitos Klinikum Gießen-Marburg.

Über den Einsatz der „rTMS“ bei Vitos

Für Patient/-innen, die an einem depressiven Syndrom, einer Suchterkrankung oder einer Psychose leiden, kann die Behandlung mit sogenannten (Hirn-) Stimulationsverfahren in Frage kommen. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn die Patient/-innen auf andere Formen der Behandlung – also Medikamente und Psychotherapie – nicht ausreichend ansprechen oder erhebliche Nebenwirkungen eintreten. In drei Vitos Gesellschaften wird die sogenannte „repetitive transkranielle Magnetstimulation“ (kurz rTMS) bereits als wichtiger Bestandteil der Therapie eingesetzt. Die Funktionsweise des Verfahrens, dessen Möglichkeiten und Chancen für einen erfolgreichen Therapieverlauf erläutern die Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Metzger Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina, Prof. Dr. Dieter F. Braus Vitos Klinikum Rheingau und Prof. Dr. Thomas Rechlin Vitos Klinikum Heppenheim im Interview.

Über Adoleszenzkrisen bei jungen Erwachsenen

Erwachsen zu werden, ist anstrengend und geht mit zahlreichen Herausforderungen einher. Die einen durchleben eine kurze anstrengende Phase, können aber relativ problemfrei damit umgehen und machen gelassen weiter. Die anderen erleben sehr ähnliche Turbulenzen, kommen allerdings weniger schnell wieder in einen stabilen Modus. Sie geraten ins Trudeln und müssen sehr viel Kraft und Energie aufwenden, um dagegen anzukämpfen. Wie kommt es zu diesen Unterschieden?

Sport ist gut für unsere körperliche und psychische Gesundheit – das ist bekannt. Doch welche Rolle spielt Bewegung, um bei depressiven Erkrankungen wieder „auf die Beine“ zu kommen? – Eine große, findet Dr. Johannes Krautheim, Oberarzt der Schwerpunktstation Depressionen an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen. Ein Sportprogramm ist hier deshalb fester Teil der Therapie. Die Gründe dafür erklärt er gemeinsam mit Psychologin Leonie Wolf und Bewegungstherapeutin Hannah Hartmann im Interview.

Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche Vor zwei Jahren, Ende März 2020, führte die Corona-Pandemie in Deutschland zu einem ersten Lockdown. Seither fehlen soziale Nähe und Normalität im Alltag. Darunter leiden Kinder und Jugendliche ganz besonders. Was machen zwei Jahre Pandemie mit den Jüngsten der Gesellschaft? – Nachgefragt bei Dr. med. Dietmar Eglinsky, Klinikdirektor der Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Kassel.

Aktion Perspektivwechsel in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen

Max Heuchert, Geschäftsführer von Vitos Gießen-Marburg, hat den Perspektivwechsel gewagt und einen Tag lang als Pflegekraft in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen gearbeitet. Sein Fazit: In der psychiatrischen Pflege arbeitet man auf Augenhöhe mit allen anderen Berufsgruppen. Man braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch viel Empathie für Menschen und vor allem Flexibilität. Ein Logbuch aus der Frühschicht.

Eine Sprechstunde des Vitos Klinikums Hochtaunus bietet Hilfe für Patient/-innen, die nach einer Covid-19-Erkrankung an psychischen oder kognitiven Symptomen leiden Wer eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat, zeigt manchmal auch nach Wochen oder Monaten noch Symptome. Die Betroffenen leiden oft unter schneller Erschöpfung, können sich schlecht konzentrieren oder sind vergesslich. Für Patient/-innen, die an kognitiven oder psychischen Post-Covid-Symptomen leiden, hat das Vitos Klinikum Hochtaunus eine Sprechstunde eingerichtet. Prof. Dr. Ursula Voss, die die Abteilung für Psychiatrische Neurophysiologie des Klinikums leitet, schildert, wie das neue Angebot dazu beiträgt, den Patient/-innen zu helfen.