NS-Krankenmorde Tag

Zum 1. September erinnert Vitos hessenweit an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg – und zeitgleich auch die systematischen Krankenmorde im nationalsozialistischen Deutschland. In Heil- und Pflegeanstalten wurden kranke und behinderte Menschen entrechtet, ausgegrenzt und ermordet. Auch Einrichtungen, die heute zu Vitos gehören, waren Orte dieser Verbrechen. Die dauerhafte Erinnerung an die Opfer ist Vitos Auftrag und Anliegen. In unseren Psychiatrie-Museen, mit Ausstellungen und Gedenkorten wollen wir über das menschenverachtende System der NS-Krankenmorde informieren und dazu beitragen, die Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wo kannst Du mehr erfahren über das Kapitel der NS-Krankenmorde? Und wo findet das Gedenken bei Vitos einen Platz? - Das erfährst Du in diesem Beitrag.

Zum 1. September gedenkt Vitos der Opfer der NS-Krankenmorde Mit dem sogenannten Euthanasie-Erlass vom 1. September 1939 begann das schreckliche Kapitel der Krankenmorde zur Zeit des Nationalsozialismus. Anlässlich des Jahrestages erinnert Vitos an die Opfer. Zu ihnen gehörte auch Wilhelm Kleinschmidt. Der Familienvater und gelernte Schlosser wurde 1941 in einer Einrichtung ermordet, die heute von Vitos betrieben wird. Seine Geschichte stellen wir hier vor.

Gedenken zum ersten September - die Geschichte von Maria Schreiner

Jedes Jahr am 1. September erinnert Vitos an die Opfer der NS-Krankenmorde. Eine von ihnen ist Maria Schreiner. Sie wurde 1944 in einer Einrichtung ermordet, die heute von Vitos betrieben wird. Grund für ihre Ermordung war, dass Maria Schreiner den „Rasse“-idealen und dem Nützlichkeitsdenken des NS-Regimes nicht entsprach. Die als „Euthanasie“ bezeichnete systematische Tötung von behinderten und psychisch kranken Menschen, die mit Blick auf die Adresse der Berliner Verwaltungszentrale später „Aktion T4“ genannt wurde, nahm ihren Anfang im Jahr 1939.