Kategorie:Experten erklären

Was tun, wenn mein Kind psychisch krank ist?

Gastbeitrag von Janine Berg-Peer, Autorin und Mutter

Eine psychische Krankheit bricht wie ein Naturereignis in die Familie ein. Nichts bleibt, wie es war. Eltern müssen mit ansehen, wie ihre Kinder sich verändern, in eine fremde Realität abgleiten, wie schwierige Verhaltensweisen die Kommunikation innerhalb der Familie durcheinanderbringen. Für Lebenspartner kann die Zuneigung auf eine harte Probe gestellt werden.

Wenn der Schulbesuch zum Albtraum wird

Schulphobie und Schulangst – gleiche Symptome, verschiedene Ursachen

Null-Bock-Phasen, in denen der Nachwuchs keine Lust auf Schule hat und die täglichen Hausaufgaben zum Kampf werden, kennen wohl alle Eltern schulpflichtiger Kinder. Doch was, wenn sich das Kind dem Schulbesuch komplett verweigert? Wenn es Angst hat und immer neue Gründe findet, nicht am Unterricht teilnehmen zu müssen? Dann steckt meist mehr dahinter, nämlich eine Schulphobie oder eine Schulangst. Die Symptome können in beiden Fällen die Gleichen sein, jedoch liegen der Schulphobie völlig andere Ursachen zugrunde als der Schulangst.

Tiere als Co-Therapeuten

Tiergestützte Therapie nach fünf Jahren erfolgreich etabliert

Ein Lama im Aufzug? Esel inmitten der Stationsflure? Ein Labrador als Gesprächspartner? Seit nunmehr fünf Jahren hat das Projekt „tiergestützte Therapie“ bei Vitos Haina Einzug gehalten: Und wir können alle miteinander mit Stolz sagen: Die Projektphase haben wir erfolgreich abgeschlossen. Die Tiertherapie ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer regelmäßigen Therapieangebote.

So kommen bei uns in Haina seit mehr als fünf Jahren auch unkonventionelle Therapeuten zum Einsatz. Im Rahmen der tiergestützten Therapie vermitteln Lamas, Esel, aber auch Schweine und Schafe den chronisch psychisch kranken Bewohnern und Patienten das Gefühl, gebraucht zu werden und wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein.

Popcorn und Psychiatrie

Filmreihe für Mitarbeiter am Vitos Klinikum Riedstadt

„Babyschritte zum Fahrstuhl. Babyschritte auf den Fahrstuhl zu. Babyschritte in den Fahrstuhl hinein. Ich bin im Fahrstuhl. AAAAAAHHHHH!!!“

„Das hier ist der reinste Horror. Ich hätte die Klapse in der Stadt nehmen sollen. Die müssen hier singen!“

„Die Rosen sind rot, die Veilchen sind blau, ich bin schizophren und das bin ich auch“.

„Würden Sie von sich selbst sagen, dass Sie Schwächen haben?“ – „..oh ja klar. Ich bin nämlich ein Perfektionist. Das heißt, wenn was schief geht, dann juckt mich das nicht.“

Was haben all diese Zitate gemeinsam? – Sie stammen aus Filmen mit einer psychisch kranken beziehungsweise suchtkranken Hauptfigur.

Mad or bad?

Symposium zum Thema Amoktäter in der Vitos Akademie

In Sutherland Springs sterben 26 Menschen, als ein Mann in einer Kirche um sich schießt. In Las Vegas feuert ein 64-Jähriger bei einem Konzert in die Menge und tötet 58 Besucher. Diese Taten ereigneten sich in der jüngsten Vergangenheit.

Nicht nur in den USA, dem Land der liberalen Waffengesetzte, kommt es zu Amoktaten. Bei einem Anschlag in München tötete der 18-jährige Schüler David S. 2016 neun Menschen mit einer Schusswaffe. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof fügte eine 37-Jähriger acht Menschen mit Axthieben schwere Verletzungen zu und stürzte sich anschließend von einer Eisenbahnbrücke.

Mad or bad? – krank oder kriminell? Was motiviert Amoktäter zu ihren schrecklichen Taten? Gibt es Warnsignale? Wie dürfen, können oder müssen wir darauf reagieren? Diese und weiter Fragen, galt es beim Symposium der Vitos Akademie Anfang November zu klären.

Tipps zum Umgang mit dementen Menschen

Angehörigengruppe von Vitos Haina trifft sich regelmäßig

Nichts ist mehr, wie es einmal war. An Demenz zu erkranken, ist ein tiefer Einschnitt im Leben eines Betroffenen. Auch für die Angehörigen ändert sich alles. Unsere Angehörigengruppe demenzkranker Menschen von Vitos Haina trifft sich regelmäßig, um sich gegenseitig zu unterstützen. Der Austausch von Erfahrungen sowie konkreten Alltagstipps und das Gefühl, mit seinen Sorgen nicht allein zu sein, stehen dabei im Mittelpunkt.

Über die Arbeit unserer Gruppe möchte ich nun berichten. Vor allem aber möchte ich diesen Beitrag nutzen, um Angehörigen hilfreiche Tipps zum Umgang mit dementen Menschen zu geben.

Glücklich sein – alles eine Frage der Übung?

Wie man dem Gehirn das positive Denken beibringt

Glücklich sein – will das nicht jeder? Doch was bedeutet Glück überhaupt? Und warum haben wir manchmal das Gefühl, dass das Streben nach Glück nicht zum Ziel führt, uns sogar unglücklich macht? Eins vorweg: Glück kann kein Dauerzustand sein. Kein Mensch ist immer glücklich. Doch wir können unser Gehirn trainieren, unsere Umwelt aus einem anderen, einem glücksfördernden Blickwinkel wahrzunehmen.

Entwicklungs- vs. Erwachsenenkrankheiten

Warum man einem Kind keine Erwachsenendiagnose stellen kann

In der Erwachsenenpsychiatrie sprechen wir von Depression, Narzissmus oder Angststörungen – in der Kinder- und Jugendpsychiatrie hingegen sprechen wir von Entwicklungskrankheiten. Was das bedeutet und warum die Schule der Vitos Klink Rehberg eine besondere Schutzzone für Kinder- und Jugendliche mit Entwicklungskrankheiten ist, möchte ich nun etwas näher erläutern.

Gefühle außer Kontrolle – zwischen Leere- und Spannungszuständen

Vitos Klinik als DBT-Einrichtung zertifiziert

Die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal wurde als erste forensische Klinik in Deutschland als DBT-Einrichtung zertifiziert. DBT meint Dialektisch-Behaviorale Therapie. Was genau das bedeutet, und, bei welchem Krankheitsbild DBT zum Einsatz kommt, möchte ich Ihnen im Folgenden erläutern.