Kategorie:Experten erklären

Traurig? Erschöpft? Antriebslos? Wann spricht man von Depression?

Jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag oder auch zwei, drei schlechte Tage hintereinander. Das ist ganz normal. Eine Depression ist etwas anderes und lässt sich ganz klar von einem „kleinen Durchhänger“ abgrenzen. Dr. Siegfried Scharmann, Oberarzt einer Station für affektive Störungen am Standort Marburg, erklärt, wie man eine Depression erkennt, was mögliche Auslöser sind und was man tun sollte, wenn man erkrankt ist.

Warum haben Menschen Angst?

10 bis 20 Prozent der Deutschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens unter Angststörungen. Diese unpräzisen Angaben gründen auch darauf, dass die Erkrankung von Betroffenen selbst oft nicht als Erkrankung erkannt wird und sie somit keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei gibt es für die Vielzahl von Angststörungen gute Behandlungsmöglichkeiten.

Tic-Störungen sind keine Erkrankung der Neuzeit. In der Literatur finden sich Beschreibungen schon seit der Antike. Wo im damaligen Jahrhundert die Ursachensuche noch auf den Einfluss der Götter beschränkt war, beschrieb der französische Neurologe Gilles de la Tourette 1885 die Tic-Störung. Heute steht fest, dass es sich um eine neuropsychiatrische Erkrankung handelt, die überwiegend bereits im Kindes- und Jugendalter auftritt.

Schritte aus der Psychose – Zurück in die Normalität

Psychische Erkrankungen sind immer noch kein allgemeingültiges Thema. Das Wissen ist hier deutlich geringer, als bei somatischen Erkrankungen. Daher gebe ich Antworten auf einige wichtige Fragen: Wie merke ich, ob ich psychisch krank bin? Wie entsteht eine Psychose? Was passiert mit einem Menschen, der an einer Psychose erkrankt ist? Wie sieht der Alltag in einem psychiatrischen Krankenhaus aus? Wie werden psychische Erkrankungen behandelt? Welche Therapieziele gibt es bei Psychosen? Beispiele sollen helfen, die Theorie praktisch zu gestalten.

Gerontopsychiatrie – Was passiert, wenn psychisch kranke Menschen alt werden?

Für ältere psychisch erkrankte Menschen gibt es im Wesentlichen keine neuen oder anderen Psychotherapieverfahren und Behandlungstechniken wie für jüngere Patienten. Dennoch unterscheiden sich die Konflikte, Gedanken und Probleme von denen jüngerer Patienten. Daher gibt es psychotherapeutische Verfahren, die speziell für diese Altersgruppe entwickelt wurden.

Wer sorgt sich um mich?

Wenn Menschen psychisch schwer erkranken, brauchen sie neben der bestmöglichen ärztlichen Behandlung vor allem jemanden, der ihnen zuhört und Kraft spendet. Matthias Gehrmann tut dies seit mittlerweile 20 Jahren. Am Vitos Klinikum Heppenheim arbeitet er als Klinikseelsorger und versucht mit den Patienten den Sinn des Lebens wiederzufinden, den viele aufgrund ihrer Krankheit verloren haben.

Schwierige Pubertät oder schon Krankheit?

Die Pubertät ist ein natürlicher Entwicklungsabschnitt im Leben eines jeden Menschen. Er stellt eine wichtige Lebenskrise für den Menschen dar. Krisen sind für die psychische Entwicklung von uns Menschen wichtig, da wir uns nur über Krisen und Konflikte weiterentwickeln und reifen. Dieses Bewusstsein mit einer dazu passenden Haltung kann bereits helfen dieser Phase mit einer größeren Gelassenheit zu begegnen. Dennoch gibt es Jugendliche, bei denen schwer zu unterscheiden ist, ob sie die ganz normale Pubertät durchlaufen oder psychisch erkrankt sind.

Was tun bei Prüfungsangst?

Klassenarbeit, Klausur, Test. Der Lehrer verkündet die Termine. Je näher sie rücken, desto schlimmer rückt auch der Albtraum vieler Kinder und Jugendlichen heran. Angst, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen – Prüfungsangst! Woher das kommt und was hilft, erklärt der Diplom-Psychologe Klaus-Dieter Ley, psychologischer Leiter der Vitos kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz Marburg der Vitos Klinik Lahnhöhe.