Kategorie:Experten erklären

Als ich in den 90er Jahren erstmals von dem Fibromyalgiesyndrom gehört habe, war ich entzückt. Endlich hatte ich einen Namen für eine Erkrankung, die wir früher nur beschreiben, aber nicht benennen konnten. Bald kam die Ernüchterung. „Machen“ konnte man als Arzt nichts. Unsere medikamentöse Therapie nach dem WHO-Stufenschema griff nicht. Außerdem waren die begleitenden psychischen Leiden der Patienten so auffällig, dass mir bald Zweifel kamen. „Fibromyalgie“ klingt so ungeheuer körperlich. Und wo blieb die Seele? Warum sagte man den Patienten nicht, dass die Erkrankung einen psychosomatischen Hintergrund hatte? Dass sie eine Depression haben?

Bei Vitos Gießen-Marburg startete vor einigen Jahren das Pilotprojekt für Migrationsbeauftragte. Und es hatte Erfolg. Dieser Erfolg war die Grundlage für die Etablierung eines Konzernmigrationsbeauftragten. Heute gibt es in allen zwölf gemeinnützigen Tochtergesellschaften einen Migrationsbeauftragten, der für seine Arbeit mit zehn Prozent einer vollen Stelle freigestellt wird. Unser Job ist gerade in den heutigen Tagen von enormer Bedeutung.

„Der Begriff der „personalisierten Medizin“ spielt in der aktuellen Diskussion der Medizin eine wichtige Rolle in ganz anderem Kontext. Wie sehr ist der Mensch vorhersagbar aus seinem Genom? Ist die Biologie der Schlüssel zur Verbesserung von Behandlung? So weit, dass die Medizin personalisiert würde? Personalisiert, Persönlichkeit, das Persönliche hat natürlich auch die andere Seite, die aus der Vielfältigkeit des Lebens eine Vielfältigkeit von Bedürfnissen entstehen lässt. Alles sind zentrale Aspekte für Entwicklung, Therapie und Recovery und die subjektive Seite. Wie ist es möglich, die Bedürfnisse besser zur Grundlage der Behandlungen zu machen und auf ihrer Basis Therapieziele zu definieren? Wo liegen die Grenzen der Selbstbestimmung – nimmt man die Menschenrechte als Basis?“

Prinzipiell kann jeder Mensch an einer bipolaren Störung erkranken. Weshalb jedoch genau der Einzelne erkrankt, ist bisher noch unklar. Man geht von verschiedenen Ursachen aus, die oft in der jeweiligen Kombination ihre Wirkung entfalten und zum Entstehen der Erkrankung beitragen können. Es scheint, dass der genetische Anteil hier recht hoch ist. Doch man kann etwas dagegen tun und sogar präventiv vorsorgen, damit es nicht zum Ausbruch der Krankheit kommt.

Bindungsstörung: eine Störung durch Traumata in der Kindheit

Eine Bindungsstörung entsteht durch massive Traumata, wenn Kinder misshandelt, missbraucht oder massiv vernachlässigt werden. Hierbei werden die wichtigsten Bedürfnisse von Kindern nicht erfüllt. So kann es sein, dass andauernde Verluste wichtiger Beziehungspersonen, ständige Beziehungsabbrüche oder eine schwere psychische oder körperliche Erkrankung der Eltern dazu führen, dass sie das Kind nicht angemessen versorgen können. Hieraus können Bindungsstörungen entstehen.

Chronischer Schmerz – Multimodale Schmerztherapie

Jeder von uns kennt das Gefühl Schmerzen zu haben. Doch glücklicherweise ist die Ursache meist klar, und ein Ende abzusehen. Bei Menschen mit chronischen Schmerzen ist das anders. Sie leiden Tag für Tag ohne eine Aussicht, dass es endet. Die Ursache dafür liegt meist tief in der jeweiligen Person verborgen. So auch bei Frau M., deren Geschichte ich hier erzählen will, um zu zeigen, dass es einen Ausweg gibt. Man kann sich den Schmerzen entgegenstellen.

Sowohl ein Psychologe als auch ein Arzt kann eine Qualifikation zum Psychotherapeuten erlangen. So gibt es Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten. Entweder man absolviert ein Studium in Psychologie oder in Medizin. Doch neben der Qualifikation ist eines vielleicht sogar noch wichtiger: das Interesse an jedem einzelnen Menschen und seiner Geschichte. Denn hier gibt es jeden Tag Überraschungen. 

Paul & Ich helfen. Anders. – Tiergestützte Therapie

Paul ist fast acht Jahre alt. Lebensfroh, offen, sensibel und für Kinder in schwierigen Lebenslagen eine echte Hilfe. Denn Paul ist ein Therapiebegleithund. Wir beide arbeiten nun schon seit einigen Jahren zusammen und helfen Kindern mit unterschiedlichen Störungsbildern wie z. B. emotionalen Störungen, ADHS, Tic- und Essstörungen. Bei vielen der Fälle ist es Paul, der einen wichtigen Schritt zur Genesung der jungen Patienten beiträgt.

Schicksal Kindheit – Wie wir wurden, was wir sind.

Auf den ersten Blick ist es eventuell seltsam: Ein Psychiater für Erwachsenenpsychiatrie widmet sich dem Thema „Schicksal Kindheit“. Das sollte doch eher in den Bereich eines Kinder- und Jugendpsychiaters fallen. Doch in meinen 30 Berufsjahren begegneten mir unzählige Patienten, deren Krankheitsursache in der Kindheit zu finden ist. Eine negative Kindheit prägt ein Leben lang.